19 Februar 2013

Warum ich in Zukunft noch weniger bei Amazon kaufe...

Ja, es ist praktisch, es ist einfach, es geht schnell. Ein "Klick" und es ist meins.Wie es hinter dieser bunten Oberfläche aussieht, konnte man vor ein paar Tagen in der ARD sehen. Ich finde es erschreckend, wie mit Menschen umgegangen wird, damit wir zu Weihnachten den Gabentisch möglichst einfach und billig füllen können.
Ich kaufe sowieso so gut wie nix bei Amazon, in Zukunft wird es wohl noch weniger werden.
Ich gehe nach wie vor gerne durch die Fußgängerzone, bummele durch Geschäfte, fasse die Dinge an, probiere sie aus,  bevor ich etwas kaufe. Ich will das auch noch in 10 Jahren machen können und nicht durch öde Innenstädte laufen, in denen man sich vielleicht nur noch die Haare schneiden oder die Fingernägel aufhübschen lassen kann. Ich will mich bei einem Verkäufer, der einigermaßen vernünftig bezahlt wird,  nach einem Produkt erkundigen können, es mir erklären lassen, es ausprobieren können.
Ich lese gerne Bücher, aber wenn ich mir die Bedingungen angucke, unter denen kleine Verlage mit Amazon zusammen arbeiten müssen, damit sie ihre Produkte dort verkaufen dürfen können, macht das nicht mehr so viel Spaß. Mittlerweile gibt es einige Verlage, die ihre Zusammenarbeit mit Amazon aufgekündigt haben. Die Begründungen kann man hier und hier lesen.
Ich weiß nicht, ob sich das Rad noch anhalten lässt, dass immer mehr Konsumgüter (nur noch) über das Internet verkauft werden. Es kann doch nicht immer nur um "einfach", "schnell" und "billig" gehen....!?

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4 Comments:

Anonymous Anonym said...

Ich finde es ja eher beängstigend dass alle auf einen Bericht abfahren, der es von vorneherein nur auf Skandal abgesehen hat. Der Bericht war fast noch schlechter als der Apple-Markencheck neulich. Schade dass selbst die ARD sich inzwischen auf RTL-Niveau begibt. Wahrscheinlich war die Produktion vom Verband der deutschen Einzelhändler finanziert oder so etwas. Klar ist nicht alles gut, aber Amazon unternimmt auch etwas dagegen.

Und dazu: "Ich will mich bei einem Verkäufer, der einigermaßen vernünftig bezahlt wird, nach einem Produkt erkundigen können, es mir erklären lassen, es ausprobieren können."

Dass wird es dank Media Markt/Saturn sowieso bald nicht mehr geben.

21. Februar 2013 um 07:24  
Blogger joos said...

Ja, der Bericht ist schon recht reißerisch, kann man wahrscheinlich auch etwas sachlicher machen... Beängstigend finde ich die Reaktionen aber nicht. Die ARD könnte so einen Bericht nicht machen, wenn die Arbeitsbedingungen für die Menschen nicht so bescheiden wären...
Und dass Amazon jetzt reagiert und Dinge verändern will, hat ja wohl gerade damit etwas zu tun, dass der Bericht so einen Rummel ausgelöst hat...

21. Februar 2013 um 21:09  
Anonymous Treibgut said...

Ich fand den Bericht recht gut und auch glaubwürdig gemacht. Die Frage ist allerdings, ob es im Lagergeschäft und insbesondere zur Weihnachtszeit bei anderen Firmen nennenswert besser zugeht bzw. ob man die Zustände nicht auch sinngemäß auf die ganze Branche übertragen könnte.

23. Februar 2013 um 02:14  
Blogger joos said...

@Treibgut: Ja, ich vermute auch, dass es überall in der Branche ähnlich aussieht..., aber die Bedingungen, unter denen kleine Verlage dort ihre Bücher einstellen müssen, gelten das ganze Jahr über...

24. Februar 2013 um 19:49  

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